Abschlussevent

Unihockey Club Zizers United

Bündner Cup 2010

Obwohl sich unser Team vom Meisterschaftsbetrieb abgemeldet hat, beschlossen wir, erneut am Bündner Cup teilzunehmen. Nachdem zuerst nur zögerlich Spieler zusagten, nahm unser Motivationsguru Ivan die Sache in die Hand und täglich, ja fast stündlich waren mehr Spieler dabei. Am Sonntagmorgen um 8 Uhr (oder etwas später) standen dann unglaubliche 11 Feldspieler und 2 Goalies bereit.

 

Vorrunde

 

In der Vorrunde spielten wir in der "starken" Gruppe gegen Trin und Cazis I. Im ersten Spiel gegen Trin erwischten wir einen schlechten Start und lagen schnell einmal mit 0:2 im Rückstand. Vor der Pause gelang uns aber immerhin noch der Anschlusstreffer zum 1:2. Gleich nach der Pause zeigten wir aber unser Sonntagsgesicht und skorten regelmässig bis zum 4:2. Und mit einer noch etwas besseren Chancenauswertung hätten wir den Sack früh zugemacht. Trin konnte in dieser Zeit kaum dagegen halten, einzig mit Einzelaktionen blieben sie gefährlich. Trin gelang dann doch noch der Anschlusstreffer zum 4:3, aber der Sieg von Zizers war auch in der Schlussphase niemals mehr in Gefahr. Und mit diesem Sieg stand die Halbfinalqualifikation bereits so gut wie fest. Im zweiten Spiel gings gegen Cazis. Ja, das Cazis, welchem wir früher als Underdog öfters ein Bein stellen konnten und sozusagen der Angstgegner waren. Seither hat sich aber viel verändert. Die Cazner zeigten modernes, schnelles, gepflegtes und präzises Kleinfeldunihockey und spielten uns an die Wand. Obwohl wir versuchten dagegen zu halten, hatten wir nichts zu melden und immer mal wieder fand Cazis die Lücke. Am Schluss stands 9:0 für Cazis, ausser einem Pfostenschuss hatte für Zizers nichts rausgeschaut.

 

Zizers: Elmer; Binder; Gamboni, Rechsteiner, Marques; Lenz, Lottenbach; Schnider, Meier; Grischott, Hartmann; Inauen, Clavadetscher.

 

Halbfinal

 

Im Halbfinal trafen wir auf den Gruppensieger der Gruppe 1, das uns eher unbekannte Valendas. Valendas entpuppte sich als athletisch starkes Team. Da vermochte unser Alt-Herren-Grüppchen läuferisch nicht mitzuhalten. Mit gutem Stellungsspiel und Übersicht hielten wir dagegen. Lange gelang keinem der beiden Teams ein Tor, bis Zizers den Torreigen dann doch noch mit dem 1:0 eröffnete und gleich auf 3:0 davon zog. Doch Valendas steckte nicht auf und wurde bis zur Pause noch mit zwei Toren belohnt. Zur Pause stand es daher nur 3:2 für Zizers, würden die Kräfte reichen? Sie reichten. Zizers konnte immer wieder vorlegen und Valendas immer wieder verkürzen, bis zum Stand von 6:4 für Zizers. Und dann wurde Valendas doch noch ausgespielt, Zizers gelangen noch drei schön herausgespielte Treffer zum Endstand von 9:4.

 

Zizers: Binder; Gamboni, Rechsteiner, Schnider; Lenz, Meier; Inauen, Clavadetscher; Grischott, Lottenbach,

 

Final

 

Im Final gings wie erwartet wieder gegen Cazis I, welche im zweiten Halbfinal Cazis II klar geschlagen hatten. Zizers, mittlerweile nur noch mit zwei Blöcken antretend, versuchte noch einen Tick defensiver zu spielen, in der Hoffnung, möglichst lange das Spiel ausgeglichen zu halten und Cazis dadurch nervös werden zu lassen. Das Spieldiktat wurde so vollständig Cazis überlassen. Cazis, im Wissen um die eigene Stärke, blieb aber souverän, und begann zu skoren. Beim Stand von 3:0 gelang Zizers dann aber endlich der erste Treffer und plötzlich fragte man sich, geht da evtl. beim Aussenseiter doch noch etwas? Cazis war aber um eine Antwort nicht verlegen und erhöhte bis zur Pause auf 5:1. Das Spiel war entschieden, Cazis klar zu stark. In der zweiten Halbzeit erhöhte Cazis regelmässig das Skore, Zizers gelang immerhin noch ein zweiter, sehenswerter Treffer zum Schlussresultat von 11:2.

 

Zizers: Elmer; Gamboni, Schnider, Rechsteiner; Meier, Lenz; Grischott, Inauen.

 

 

Fazit:

Am einmal mehr perfekt organisierten Bündner Cup mitzuspielen machte Freude. Obwohl der eine oder andere von uns mit der Motivation ein wenig Probleme über den langen Tag verteilt hatte, erreichten wir mit Rang 2 das maximal mögliche mit unseren Möglichkeiten und sind dem erreichten Resultat sehr zufrieden. Spielerisch und taktisch sah man sicherlich nicht das Beste von Zizers, da wollen wir nächstes Jahr wieder unsere Schoggiseite zeigen! Cazis I war klar das stärkste Team am Bündner Cup, Chapeau vor dieser Leistung und Gratulation zum Bündner Cup Sieg auch von unserer Seite! Die Unterschiede zu früher sind frappant, in einer solchen Verfassung darf man den Caznern einiges zutrauen in der Meisterschaft.

 

9. Meisterschaftsrunde

Und der letzte Vorhang ist gefallen! Zugegeben, es war ein seltsames Gefühl, aufzustehen und zu wissen, dass man, nach mehr als 20 Jahren, zum letzten Mal an ein Meisterschaftsspiel fahren würde. Doch bevor zu viele Nostalgie-Gedanken aufkamen, waren schnell ein paar Biere, Sekt- und Wodkaflaschen eingepackt und die letzte Reise konnte beginnen.

 

Zum Abschluss fuhr die ganze Mannschaft (wieder einmal) mit einem gemieteten Bus, was der guten Stimmung (nebst dem Alkohol) nur förderlich war. Selbst die Entdeckung, dass der Bus auf 100 km/h begrenzt war, tat der Partylaune keinen Abbruch. Statt (nach rechtzeitiger Ankunft) sich in der Halle einzuspielen, trank sich der eine oder andere auf der Anfahrt warm und einige übten sich auch im (Ein-) Jassen.

 

 

 

Zizers vs. Trin 9:6 (5:1)

Wir waren also gut angekommen und die Zeit reichte auch, um sich ohne Stress umzuziehen, einspielen wollte sich an der letzten Runde ohnehin keiner mehr :). Nun ja, einer hatte im Bus bereits besonders Gas gegeben und er liess sich auch auf dem Feld nicht zweimal bitten: 10 Sekunden nach Spielbeginn brachte Schnider Zizers zur Überraschung aller mit 1:0 in Führung (worauf ein eher peinlicher Jubelschrei erfolgte, irgendwie mussten die Emotionen halt raus) und derselbe Schnider doppelte kurze Zeit später, lanciert von Marques mit einem Backhand-Schuss zum 2:0 nach. Trin war noch überhaupt nicht im Spiel, als Marques einen Freistoss auf Zuspiel von Schnider zum 3:0 verwertete. Das 4:0 war dann aber wieder Schnider vorbehalten, der einen Freistoss aus kurzer Distanz direkt verwertete. Ein unglaublicher Start von Zizers! Und hätte Topscorer Lenz noch eine seiner Chancen ausgenutzt, das Zwischenresultat wäre noch klarer ausgefallen. So gelang Trin immerhin der Anschlusstreffer zum 4:1, den aber erneut Marques, nachdem Lenz vor dem Tor den Abpraller weitergeleitet hatte, postwendend mit dem 5:1 beantwortete. Dieser klare Pausenstand entsprach tatsächlich auch dem gezeigten auf dem Feld, angesichts der "Vorbereitungsphase" doch etwas überraschend :). Allgemein erwartete man nun eine starke Reaktion von Trin oder doch zumindest ein Nachlassen von Zizers. Gleich nach der Pause kam aber auch die zweite Reihe von Zizers auf Touren: Gamboni erhöhte auf Zuspiel von Grischott und Thomann auf 6:1 und Marques (mit seinem dritten persönlichen Treffer) gar auf 7:1 (Grischott hatte schön zurückgelegt). Das waren zwei schön herausgespielte Treffer. Nun da alles gelaufen schien kam Trin endlich ins Spiel, das Spiel wurde ausgeglichener und in regelmässigen Abständen konnte Trin den Spielstand bis auf 7:4 verkürzen. Als dann Lenz für ein Revanchefoul noch eine 10 (+2) Minutenstrafe erhielt, gelang Trin das 7:5 und Zizers musste das Spiel nun mit nur noch 5 Feldspielern beenden. Doch bevor richtige Spannung aufkommen konnte erzielte Grischott nach zwei schnellen Drehungen das 8:5 (das Zuspiel kam von Schnider), übrigens das 100. Tor von Zizers in dieser Saison! Trin musste nun weit öffnen, was der Mann dieses Spiels, Schnider, mit seinem 4. Treffer zum 9:5 ausnutzte (auf Zuspiel von Thomann). Das Spiel war gelaufen und Trin gelang ohne Goalie noch Resultatkosmetik zum Endstand von 9:6.

 

(Zizers: Binder; Marques 3/1, Schnider 4/2, Lenz 0/1; Thomann 0/2, Gamboni 1/1, Grischott 1/2)

 

 

Zizers vs. Rafzerfeld 2:12 (0:5)

Zum Glück hatten wir nur ein Spiel Pause und sogleich ging es weiter. Bei Rafzerfeld ging es noch gegen den Abstieg, ein Sieg war für Rafzerfeld Pflicht. Nach dem Hoch des ersten Spiels, zeigten sich nun bei Zizers klare Abnutzungserscheinungen. Vor allem die erste Linie erreichte nie ihr gewohntes Rendement. Dennoch blieb das Spiel relativ lange offen, bevor Rafzerfeld das Score eröffnete und bis zur Pause auf 5:0 erhöhte. In der Pause war es nur zu offensichtlich dass die Luft bei Zizers draussen war, jeder wollte nur noch unter die Dusche weiterfeiern gehen :). Für Elmer, der im zweiten Spiel das Tor von Zizers hütete, war das natürlich ein schwacher Trost. So war es auch nicht verwunderlich, dass Rafzerfeld auch nach der Pause das Skore munter weiter in die Höhe schrauben konnte, kurz vor Schluss stand es bereits 11:0 und es stellte sich nur noch die Frage, ob Zizers wenigstens, trotz einem Goalie auf Seiten von Rafzerfeld in Hochform, der Ehrentreffer gelingen würde. Diese Frage beantwortete Gamboni auf Zuspiel von Schnider mit dem 1:11. Topscorer Lenz gelang auf Zuspiel von Thomann noch das 2:11, womit auch er zum Abschluss nicht leer ausging, und Rafzerfeld noch das 2:12. Die letzten Sekunden genossen die Spieler von Zizers noch einmal so richtig, man genoss den Augenblick. Und nach dem Schlusspfiff folgten gemütliches Duschen mit Bier und Sekt sowie Zigarillo, entspannte Heimfahrt und gemütliches gemeinsames Abendessen. Das war es nun also, der Vorhang ist gefallen.

 

(Zizers: Elmer; Marques 0/0, Schnider 0/1, Lenz 1/0; Thomann 0/1, Gamboni 1/0, Grischott 0/0)

 

8. Meisterschaftsrunde

Zizers zeigte eine starke Reaktion auf die zuletzt gezeigte miserable Leistung. 

 

Zizers vs. Romanshorn 8:7 (4:3)

Im ersten Spiel ging es gegen eines der Spitzenteams unserer Gruppe, gegen Romanshorn. Zizers trat erneut nur mit einem Rumpfkader (gerade noch zwei Linien) an, zeigte sich aber von Beginn an wach und vor allem der ersten Linie gelang es regelmässig zu scoren. Doch nun der Reihe nach: Bereits im zweiten Einsatz erzielte Lenz auf Zuspiel von Schnider aus dem Gewühl heraus das 1:0 für Zizers. Damit war das Spiel lanciert und Romanshorn hatte die passende Antwort parat, schon stand es 1:1. Kurze Zeit später schoss aber Schnider aus dem Gewühl heraus erneut das 2:1 für Zizers, diesmal auf Zuspiel von Lenz. Als Lenz wenig später nur mit einem Foul gestoppt werden konnte, verwertete Schnider (auf Zuspiel von Gamboni) den Freistoss sicher zum 3:1. Die Romanshorner machten zwar mehr fürs Spiel, konnten bisher aber daraus noch keinen Profit schlagen, auch dank schöner Paraden von Elmer im Tor von Zizers. Die viele Verteidigungsarbeit führte allerdings zu doch etwas vielen kleinen Fouls auf Zizerser Seite was folgerichtig zu einer Zweiminutenstrafe führte. Im Powerplay brauchte Romanshorn nicht lange, ein schöner Weitschuss vom Point, schon stand es nur noch 3:2. Wenig später mutete sich ein Romanshorner etwas viel zu, blieb an Schnider hängen und Lenz verwertete zum 4:2. Romanshorn war nun aber definitiv auch im Spiel und konnte noch vor der Pause zum 4:3 verkürzen. Die zweite Halbzeit konnte Romanshorn erneut mit einem Überzahlspiel beginnen und ihr Point liess sich nicht zweimal bitten und schoss erneut sicher zum 4:4 ein. Kurze Zeit später gelang Romanshorn die erstmalige Führung (4:5) in diesem Spiel: nach einer Parade lag der Ball hinter Elmer, Zizers brachte ihn nicht weg und ein Romanshorner bugsierte in ins Tor, ärgerlich für Zizers. Bei diesem Spielstand blieb es länger, es schien nun doch so, als könnte der Favorit aus Romanshorn dieses Spiel für sich entscheiden. Zizers stellte darum nach etwa 30 Minuten seine zwei Linien etwas um und wurde dafür prompt belohnt. Zuerst führte ein blitzsauberer Konter von Marques über Schnider zu Lenz zum 5:5, danach tankte sich Gamboni durch die Romanshorner Abwehr zum 6:5 (das erste Tor der zweiten Zizerser Linie in diesem Spiel) und kurz darauf erzielte Grischott sogar noch das 7:5 auf Zuspiel von Gamboni. Das waren 5 Minuten in denen es wie am Schnürchen lief. Romanshorn musste nun alles versuchen und ersetzte den Goalie durch einen 4. Feldspieler. Und obwohl dies Zizers zuerst durch Schnider zum 8:5 ins leere Tor ausnützte, wurde es noch einmal spannend, Romanshorn gelangen noch zwei Tore zum 8:6 und 8:7, aber schliesslich hielt Elmer den Sieg mit einer letzten Parade fest!

 

 

Zizers vs. March 7:8 (3:4)

Im zweiten Spiel traf Zizers auf das letztplatzierte March. Es war aber klar, dass man March nicht unterschätzen durfte, denn die Leistungen von March entsprechen schon länger nicht mehr ihrem Tabellenrang. Das erste Spiel hatte bei Zizers sehr viel Kraft gefordert, vor allem die Schlussphase war für die nur zwei Linien kräfteraubend. Der Start gegen March gelang aber nach Mass: Lenz erzielte früh das 1:0 für Zizers und Marques mit einem Freistoss auf Zuspiel von Schnider das 2:0. March steckte aber nicht auf und innert kürzester Zeit stand es schon wieder 2:2. Danach wogte das Spiel auf und ab, kräftebedingt auf eher tiefem Niveau. Rechsteiner gelang aus spitzem Winkel das 3:2 für Zizers. Leider brach nun bei Gamboni eine alte Verletzung wieder auf und Zizers musste fortan mit nur noch 5 Feldspielern agieren. Die kurze Verwirrung nutzte March mit zwei schönen Kontern aus, um mit einer 3:4 Führung in die Pause zu gehen. Nach der Pause entwickelte sich aus Zizerser Sicht ein sehr seltsames Spiel: am Ende ihrer Kräfte stemmten sich die 5 verbliebenen Zizerser gegen die drohende Niederlage und obwohl March auffällig überlegen war, blieb Zizers immer dran: Lenz erzielte das 4:4 und Marques beantwortete die erneute Führung von March (4:5) mit einem satten Schuss zum 5:5 (Grischott hatte schön zurückgelegt), danach zog March zwar auf 5:7 davon, aber Grischott gelang mittels eines Zorro der Anschlusstreffer zum 6:7. Ein schönes Tor von Grischott, nur Schade, konnte er keine seiner anderen Topchancen (er konnte dreimal alleine auf den gegnerischen Goalie laufen) verwerten. So musste Zizers den Goalie durch einen vierten Feldspieler ersetzen und prompt gelang Schnider eine Minute vor Schluss noch der glückliche Ausgleich zum 7:7. Damit wollte sich March aber nicht abfinden und ersetzte seinerseits den Goalie und ganz am Schluss verliess Fortuna Zizers doch noch und March erzielte mit einem platzierten Weitschuss das 7:8

 

Fazit: Zizers hat sich trotz dünnem Kader rehabilitiert für die letzte schwache Runde. Nun folgt noch die letzte Runde für die "Alten", wir freuen uns jetzt schon auf den Abschluss :)

 

 

 

 

Aktualisiert (Dienstag, den 23. Februar 2010 um 13:08 Uhr)

 

7. Meisterschaftsrunde

Noch 3 Schritte bis ans Ziel: Die wohl drittletzte Meisterschaftsrunde von Zizers United (ja, die alten Säcke haben es endlich eingesehen und werden den Meisterschaftsspielbetrieb einstellen) war einfach nur enttäuschend!

Aktualisiert (Montag, den 01. Februar 2010 um 10:32 Uhr)

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6. Meisterschaftsrunde

An unserer, einmal mehr hervorragend organisierten, Heimrunde in Trimmis trafen wir auf Wil-Gansingen und Sulgen. Doch zuerst ein grosses Dankeschön an alle Helfer und natürlich an Ivan und Patrick fürs tadellose organisieren. Und nun zu unseren beiden schwierigen Spielen gegen zwei der Topteams der 2. Liga Gruppe 4:

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